Melania Montanari
Mag. Psychologin, Dipl. Kinder-& Jugendcoach

5 Tipps bei Wut & Frustration
Wut ist ein normales Gefühl aber sie kann sehr intensiv werden. Diese Tipps helfen dir und deinem Kind in starken Emotionen sicher zu begleiten und Eskalationen zu Reduzieren. Co-Regulation ist der Schlüssel: .Kinder lernen Regulation zuerst über uns.
1.
Erst du - dann dein Kind
Wenn wir selbst "hochfahren", fährt das Kind meist noch höher. MINI - Tool: "Atme 3 x langsam aus uns sage innerlich: "Ich bin ruhig, Ich bin der sichere Anker." ( Co-Regulation funktioniert nur, wenn Erwachsene sich zuerst regulieren)
2.
Gefühle benennen - nicht diskutieren
In der Wut-Phase ist das Gehirn im Alarmmodus, Diskussionen bringen selten etwas. Stattdessen kurz sagen:
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"Du bist gerade sehr wütend."
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"Das ist frustrierend."
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"Ich bin da."
Diese Form der Emotionsbenennung ist ein zentraler Bestandteil von Emotionscoaching.
3.
Grenzen & Verbindung
Viele Eltern machen entweder nur Grenzen oder nur das Verständnis. Am Besten wirkt die Kombination:
"Ich sehe wie wütend du bist und ich lasse nicht zu, dass du mich haust/Dinge wirfst, wir finden eine andere Lösung."
4.
Pausen-Knopf
"Wut - Wellen" dauern oft nur kurz wenn niemand Öl ins Feuer giesst.
Kindergerechte Option:
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Hände auf den Bauch und 5 x ein- ausatmen
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Wir pusten die Wut wie eine Kerze aus
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10 Tiefe Bär- Atemzüge
Atem- und Calm-Down-Techniken sind gängige, wirksame Strategien zur Emotionsregulation bei Kindern
5.
Nach dem Sturm: Reparieren & Lernen
Wenn alle wieder ruhig sind, kommt der Lernteil:
3 Fragen:
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" Was hat dich so wütend gemacht?"
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"Was hat die geholfen wieder runterzukommen?"
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"Was machen wir nächstes Mal anderes? "